Gesundheit & Medizin | 31.07.2014

Cannabis auf Rezept


Vor einigen Tagen hat das Kölner Landgericht entschieden, dass Schmerzpatienten und chronisch kranke Menschen unter bestimmten Umständen Cannabis legal anbauen dürfen. Zuhause im Garten oder in der Küche.

Cannabis in der Apotheke kaufen – das war bereits mit Rezept vom Arzt möglich. Aber die Preise für ein Gramm sind in der Apotheke weitaus höher als auf dem Schwarzmarkt. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten oft nicht. Gras und Hasch bekommt man in großen Städten ohnehin an vielen Stellen, aber chronisch Kranke wollten das Ganze auf legalem Wege, was vorher aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes nicht möglich schien. Einige Betroffene reichten Klage ein und gewannen.

Vorab: Hier geht es nicht um Selbstmedikation, sondern um ganz bestimmte Fälle, in denen herkömmliche Therapieansätze bereits ausprobiert wurden. Wenn nichts hilft und alles ausprobiert wurde, dann ist der Anbau von Cannabis in Eigenregie erlaubt. Dafür müssen Betroffene jedoch einige Hürden nehmen: Sie müssen mit der Therapie fertig sein, es dürfen keine alternativen Behandlungsansätze mehr existieren und Apotheken-Cannabis muss für den Betroffenen zu teuer sein. Man muss also chronisch krank, arm und ohne Aussicht auf medizinische Hilfe sein. Erst dann ist der Anbau von Cannabis erlaubt.

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