Gesundheit & Medizin | 09.07.2010

Bauchschläfer


Ein neugeborenes Kind lernt in seinen ersten Lebensmonaten so viel, wie nie mehr in seinem Leben. In mehreren Entwicklungsstufen lernt das Baby besseres Sehen, Zusammenhänge erkennen oder auch die Drehung auf den Bauch. Viele Eltern machen sich viele Sorgen, wenn ihr Kind den „Dreh“ raus hat, denn in der Nacht kann die Bauchlage eine Gefahr darstellen.

Gerade beim ersten Kind ist es ein Erlebnis, dem Kleinen fast täglich beim Erlernen neuer Fähigkeiten zuschauen zu können. Das Kind wird nach und nach aufmerksamer, dann lächelt es das erste Mal und es wird mobiler. Der erste Schritt zu den ersten Schritten ist die Drehung auf den Bauch. Dem folgt das Aufrichten, das Krabbeln und das eigenständige Sitzen und zu guter letzt das Aufstehen und
Gehen.

Doch gerade die Bauchlage wird von vielen Eltern als besorgniserregend befürchtet und steht als eine Ursache für den plötzlichen Kindstod im Verdacht. Der Hintergrund: Der plötzliche Kindstod ist eine mysteriöse Erscheinung, an der Säuglinge und Kleinkinder im ersten Lebensjahr versterben können. Das Risiko ist sehr gering, aber das Ereignis tritt meist völlig überraschend und ohne jegliche Vorzeichen einer Krankheit auf. Als kritischer Zeitpunkt wird die Schlafphase angesehen.

Bauchschläfer werden als gefährdeter angesehen, an plötzlichem Kindstod zu sterben. Eltern versuchen gegenzusteuern, indem sie ihre Kinder zwischen Kissen und Kuscheltieren im Kinderbettchen arretieren. Doch gerade diese Vorgehensweise wird von Experten als eher kontraproduktiv bezeichnet. Der kleine Bauchschläfer dreht sich trotz aller vermeindlichen Vorsichtsmaßnahmen auf den Bauch und vergräbt dann sein Gesicht in den Kissen und Kuscheltieren. Die Folge: Erstickungsgefahr.

Der gute Rat für Eltern des kleinen Bauchschläfers: Das Kind dreht sich so oder so auf den Bauch, ob mit oder ohne Kissen. Es ist ebenso zwecklos, sich den Wecker zu stellen und mehrmals pro Nacht nach dem Kind zu sehen und es wieder umzudrehen. Je weniger im Bettchen des Kindes liegt, desto weniger kann in der Nacht passieren. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, sollte das Baby in der Nacht im Elternschlafzimmer schlafen lassen. So bekommt man mit, wenn etwas nicht stimmt.

Die einzige Erklärung für den plötzlichen Kindstod ist das Bauchschlafen gleichwohl nicht. Auch Kinder rauchender Eltern sind gefährdet. Besonders wichtig ist, neben der Schlaflage, die Temperatur im Babyzimmer. Das Kind darf nicht überhitzen. Dafür sollte man entsprechend lüften, das Baby nicht zu warm anziehen oder zu dick zudecken und für eine luftdurchlässige Matratze sorgen. Wenn Eltern diese Vorkehrungen treffen, werden nachts auch alle wieder besser schlafen können.

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