Die Geschichte des Tafelgeschirrs hat im Laufe der Geschichte viele Veränderungen erfahren. Vom einfachen Holzteller bis zum ausgefallenen Designer-Service war es ein weiter Weg. Das absolute Highlight im zeitgemäßen Trend heißt Retro-Stil. Die klassischen Designs aus Großmutters Zeiten sind bei den augenblicklichen Geschirrkollektionen mit ihren alten Mustern wieder topaktuell. Die Formen und Farben aus dem frühen 20. Jahrhundert haben die Designer zu innovativen Höchstleistungen inspiriert, ohne dabei altertümlich zu wirken. In den Zeiten der anstrengenden Businesswelt zaubert dieser Klassikstil ein wenig die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten und pure Romantik auf die Tafel. Dabei wurde konsequent auch die moderne Esskultur beachtet, denn die asiatische Küche mit ihren Variationen von Tellern und Schälchen für Finger Food oder Sushi hat auch in unseren Küchen Einzug gehalten. Hier werden unzählige passende und zweckdienliche Accessoires angeboten, die den gedeckten Tisch wie aus einem anderen Land erscheinen lassen. Dagegen haben traditionelle Suppenterrinen heute kaum mehr eine Chance.
Da es in heutigen Haushalten immer weniger Großfamilien und mehr Single- und Kleinhaushalte gibt, ist ein Wandel zum Erwerb von kleineren individuellen Geschirrsets oder gar Einzelstücken statt des großen 12-Personen-Services zu verzeichnen.
Auch die Form des Geschirrs hat in den letzten Jahren eine Veränderung erfahren. Eckige Teller bieten mehr Platz und stehen in eindeutiger Konkurrenz mit dem vertrauten gerundeten Teller. Weißes Porzellan oder helle Keramik bleiben dabei der universelle Klassiker. Doch auch knallige Basisfarben, wie zum Beispiel ein kräftiges Orange mit duftigen floralen Mustern, sind erlaubt. Natürlich kann genauso mit einem weißen Geschirr und poppigen Bestecken und passendem Serviettenwerk wacker kombiniert werden. Der eigenen Improvisation sind hier keine Grenzen gesetzt.