Matratzen gab es schon im Altertum, um die Schlafsituation des Benutzers zu verbessern. Um nicht auf dem harten Boden schlafen zu müssen, wurde das “Bodenkissen”, wie die Matratze im ethymologischen Sinne heißt, schon im Altertum verwendet. Heute gibt es Matratzen in verschiedenen Formen und Ausführungen und sie alle haben Vor- und Nachteile.
Schon in der Antike wurden Matratzen auf prunkvollen Betten verwendet, um den Schlafenden den puren Schlafluxus zu bieten. Purer Luxus blieben die Schlafpolster für das Bett auch bis in die frühe Neuzeit. Sie blieben den gehobeneren Schichten vorbehalten und das Volk schlief auf Stroh, Säcken oder dem blanken Boden.
Heute, da Matratzen industriell und in Massen hergestellt werden, sind sie für Jedermann erschwinglich und in diversen Ausführungen erhältlich. In Deutschland haben sich daher Standardgrößen für Matratzen herausgebildet, die sich nach dem Bedarf der Verbraucher, sowie deren Körpergröße orientieren. Die Standardgröße für Kindermatratzen ist zum Beispiel 70 x 140cm, für Erwachsene
80 x 200cm und für Paare 140 x 200cm oder, für jene, die etwas weiter auseinander liegen möchten, 160 x 200cm.
Ebenfalls weiter auseinander liegen die Geschmäcker beim Härtegrad der Matratzen: Trotz großer Diversität, je nach Matratzen Hersteller, werden grundsätzlich drei Härtgrade angeboten. Härtegrad 1 ist für Menschen bis 60kg Körpergewicht gemacht, Härtegrad 2 für Menschen bis 80kg Körpergewicht, für alle Schwereren Härtegrad 3. Doch neben diesen Normen werden immer häufiger auch Matratzen für spezielle Schlafbedürfnisse angeboten. Je nach Größe, Gewicht oder Gesundheitszustand der Verbraucher sind hier oft besondere Härtgrade oder Matratzentypen gefragt.
Wichtig sind folgende Aspekte beim Matratzenkauf: Matratzen sollten immer auch in Verbindung mit dem geeigneten Lattenrost ausgesucht werden, damit beim Liegen eine für die Wirbelsäule gesunde Schlafposition gewährleistet wird. Wer in der Nacht stundenlang falsch liegt, weil er auf einer ungeegneten Matratze liegt, muss mit permanenten Rückenschäden rechnen. Auch die Höhe der Matratze ist in diesem Zusammenhang entscheidend. Ab einer Höhe von 16cm können ungesunde Stauchungen vermieden werden.
Auch das Material, aus denen Matratzen bestehen, birgt verschiedene Vor- und Nachteile. Federkernmatratzen gehören zu den günstigen Varianten und bieten neben einer guten Robustheit eine gute Punktelastizität. Latexmatratzen sind dagegen von der teureren Variante, da sie sich ideal an Körper- und Lattenrostformen anpassen. Sie sind jedoch sehr schwer und können einen unangenehmen Eigengeruch bilden. Die Schaumstoffmatratze ist leicht und sehr anpassungsfähig an die Körperform. Wie auch die Latexmatratze ist sie nicht sehr anfällig für Milbenbefall. Die Schaumstoffmatratze muss jedoch regelmäßig gelüftet werden, um Schimmel und Geruch sicher vorzubeugen.
Neben den oben genannten Matratzen werden heute noch weit mehr Arten von Schlafpolstern angeboten. Heutzutage muss niemand mehr auf dem Boden schlafen. Ob Wasserbett, Futon oder doch Federkern, ist für jeden Geschmack die richtige Matratze dabei!